Personengruppe in einem Foyer
Arbeiten beim B.O.P. erfolgreich zusammen (hinten v. li.): Monika Steinkamp (Berufsberaterin/Jugendberufsagentur - Agentur für Arbeit), Katja Bielefeld (Servicestelle Schule-Wirtschaft - MaßArbeit), Tanja Steinkamp (Schulsozialarbeit, IGS Fürstenau), Matthias Wübbel (Samtgemeindebürgermeister Fürstenau), Lars Hellmers (Vorstand MaßArbeit), Jürgen Sander (Schulleiter -IGS Fürstenau) und Vicky Teipen (ArbeitgeberService - MaßArbeit) sowie (vorne v. l.) Marietta Thole (Schulsozialarbeit - IGS Fürstenau), Holger Isfort (Berufsorientierungslehrer - IGS Fürstenau). Stefan Loureiro Silva (MaßArbeit - Ausbildungslotse/Jugendberufsagentur).
Mittwoch, 24. Juni 2026

300 Schülerinnen und Schüler beim B.O.P. Fürstenau

Fürstenau. „Nicht schlecht – das sitzt schon ziemlich sauber“, sagt der Mitarbeiter und schaut dem Jugendlichen über die Schulter. Konzentriert hält dieser den Lötkolben an die kleine Platine. Der Ausbildungsleiter nickt anerkennend. „So einen Auszubildenden suchen wir bei uns.“ Stolz betrachtet der Schüler sein Werk. Vielleicht hat er gerade beim Berufsorientierungsparcours (B.O.P.) in Fürstenau den richtigen Ausbildungsberuf für sich entdeckt. Das war schließlich das Ziel der Veranstaltung in der IGS Fürstenau: Unternehmen und Schülerinnen und Schüler zusammenbringen, berufliche Wege aufzeigen und Talente von morgen gewinnen.

„Die Unternehmen haben so viel zu bieten. Ich bin immer wieder begeistert, mit wie viel Engagement und Kreativität die Unternehmen dabei sind, um mit tollen Arbeitsproben das Interesse der Jugendlichen zu wecken“, betonte Lars Hellmers, Vorstand der MaßArbeit, die den B.O.P. gemeinsam mit den Schulen, Wirtschaft, Jugendberufsagentur und der Samtgemeinde Fürstenau organisiert hat. „Da kann man den Unternehmen nur Dank sagen. Sie sorgen hier für ein lebendiges Bild der Ausbildungsregion“, freute sich der MaßArbeit-Vorstand. 

Rund 300 Schülerinnen und Schüler der Schulen IGS Fürstenau, Marienschule Schwagstorf und Goode-Weg-Oberschule Neuenkirchen nahmen an der Veranstaltung teil. Insgesamt präsentierten 33 Unternehmen und Einrichtungen aus der Region ihre Ausbildungs- und Karrieremöglichkeiten. Ergänzend zum Parcours wurden weitere Workshops, Projekte und Angebote zur Berufsorientierung durchgeführt.

Auch Samtgemeindebürgermeister Matthias Wübbel hob die Bedeutung des Formats hervor: „Der B.O.P. zeigt eindrucksvoll, wie gut die Zusammenarbeit zwischen Schulen, Unternehmen und Institutionen in unserer Samtgemeinde funktioniert. Für die jungen Menschen entstehen wertvolle Einblicke in die beruflichen Perspektiven vor Ort, während die Betriebe frühzeitig mit ihren potenziellen Fachkräften von morgen in Kontakt kommen.“

Erstmals nutzte in diesem Jahr auch das Sägewerk Ortland die Gelegenheit, sich beim B.O.P. vorzustellen. Am Stand ging es um den Ausbildungsberuf Holzbearbeitungsmechaniker/in. „Mit der Teilnahme am B.O.P. verbinden wir die Hoffnung, interessierte Jugendliche für den Beruf des Holzmechanikers zu gewinnen“, so der Geschäftsführer des Sägewerks, Maximilian Ortland. Das Unternehmen sucht derzeit noch Auszubildende für das kommende Ausbildungsjahr.

Mit am Stand steht auch Auszubildender Elias, der für seinen Beruf wirbt. Zu seinem Arbeitgeber kam er über seinen Vater, der ebenfalls im Sägewerk beschäftigt ist. Dass Auszubildende an den Ständen eingesetzt werden, gehört bewusst zum Konzept des B.O.P.: „Schülerinnen und Schüler kommen oft leichter mit Jugendlichen ähnlichen Alters ins Gespräch und erhalten Einblicke aus erster Hand in Ausbildung und Berufsalltag“, beschrieb Katja Bielefeld von der Servicestelle Schule-Wirtschaft der MaßArbeit. 

Elias jedenfalls bereut seine Entscheidung nicht. Er sei mit seiner Berufswahl sehr zufrieden, erzählte er. Erfahrungen wie diese – Berufe selbst auszuprobieren und mit Auszubildenden ins Gespräch zu kommen – helfen vielen jungen Menschen bei der Orientierung. Denn angesichts der Vielzahl an Möglichkeiten fällt die Entscheidung oft nicht leicht. Auch Jürgen Sander, Schulleiter der IGS Fürstenau, sieht darin einen wichtigen Baustein: „Unsere Schülerinnen und Schüler erhalten hier die Möglichkeit, Berufe nicht nur kennenzulernen, sondern selbst auszuprobieren. Diese praktischen Erfahrungen helfen ihnen, fundierte Entscheidungen für ihren weiteren Bildungs- und Berufsweg zu treffen.“

Ob Handwerk, Gesundheitsbereich, Industrie oder Verwaltung – die Auswahl ist groß. Für Kira stellt sich die Frage nach dem späteren Beruf dagegen kaum noch. Die 16-Jährige hat ihren Weg offenbar bereits gefunden. Beim B.O.P. bekam sie eine Vorstellung von ihrem Ausbildungsplatz. Sie möchte später in der Pflege arbeiten – vor allem, weil sie dort direkt mit Menschen zu tun hat. „Es ist doch schön, Menschen zu helfen“, sagte sie lächelnd.

Dateien

Kontakt

Bürgerinformation

- Wir helfen gerne weiter -

Am Schölerberg 1
49082 Osnabrück
Deutschland

Montag bis Freitag
8 bis 13 Uhr
Donnerstag
8 bis 17:30 Uhr