Personengruppe in einem Gebäudeflur
Freuten sich über die hohe Teilnehmendenzahl bei „Talent trifft Ausbildung“ (v.li.): Jan-Hendrik Beyer (Lehrkraft Gymnasium Oesede), Ralf Mertens (Oberstufenkoordinator Sek. II, Gymnasium Oesede), Sandra Petsch (Ausbildungslotsin MaßArbeit), Thomas Rohm (Schulleiter Gymnasium Oesede), Annika Schütte (Servicestelle Schule-Wirtschaft der MaßArbeit), Dagmar Bahlo (Bürgermeisterin Georgsmarienhütte), Theresa Brune (Wirtschaftsförderung Georgsmrienhütte) und MaßArbeit-Vorstand Lars Hellmers.
Freitag, 29. September 2023

Mehr als 1.500 Jugendliche bei „Talent trifft Ausbildung“

Georgsmarienhütte. Mithilfe der VR-Brille auf Erkundungstour durch das Stahlwerk spazieren und so einen buchstäblichen Einblick in den Arbeitsalltag bekommen, hautnah erfahren, wie es sich anfühlt, einen großen Bagger zu steuern, in die Rolle einer Pflegekraft schlüpfen und einen „Patienten“ mit einem Lift in den Rollstuhl bewegen oder anhand eines Schweißsimulators eine Schweißnaht erstellen.

Begeistert nutzten rund 1.500 Schülerinnen und Schüler und deren Eltern bei der  Berufsorientierungsveranstaltung „Talent trifft Ausbildung“ im Gymnasium Oesede die Chance, die ganze Bandbreite der Ausbildungsmöglichkeiten zu erleben und die Betriebe der Region kennen zu lernen. Rund 50 Unternehmen präsentierten sich und ihr Angebot erstmalig im Gymnasium in Georgsmarienhütte.

Organisiert wurde die Veranstaltung von der MaßArbeit des Landkreises Osnabrück, dem Gymnasium Oesede und der Wirtschaftsförderung der Stadt Georgsmarienhütte. Neben dem Gymnasium Oesede waren die Oberschule Hagen, Realschule Georgsmarienhütte, Sophie-Scholl-Schule Georgsmarienhütte, Schule Am Roten Berg Hasbergen und die Comeniusschule an der zweitägigen Veranstaltung beteiligt.

„Die Teilnahme von 1.500 Schülerinnen und Schülern und ihren Eltern ist ein Rekord und zeigt uns, dass unser Konzept, Berufsorientierung erlebbar zu machen, aufgeht. Unternehmen bestätigen uns im Austausch immer wieder, wie wichtig regionale Berufsorientierungsangebote gemeinsam mit den Schulen sind. Der Fachkräftemangel ist auch bei uns in der Region deutlich spürbar. Derzeit haben wir ein Verhältnis von zwei zu eins – also zwei Ausbildungsstellen zu einer Bewerberin oder einem Bewerber“, betonte MaßArbeit-Vorstand Lars Hellmers.

„Umso erfreulicher ist es, dass sich in rund 90 Speed-Meetings, die wir vereinbart haben, Unternehmen und angehende Fachkräfte kennen lernen und hoffentlich den Weg zu einer Ausbildung und einem Dualen Studium ebnen konnten.“ Lars Hellmers bedankte sich ausdrücklich beim Gymnasium Oesede als Gastgeber und dem gesamten Organisationsteam für die geleistete Arbeit. „Toll, dass wir diese bewährte Veranstaltung gemeinschaftlich in dieser Form wiederholt ausrichten konnten.“

Auch Thomas Rohm, Schulleiter des Gymnasiums Oesede, freute sich über den Erfolg von „Talent trifft Ausbildung“ und die große Resonanz der Gymnasiasten: „Ausbildung und Duales Studium sind auch für unsere Schülerinnen und Schüler wichtige Themen. Nicht alle wollen auf jeden Fall direkt nach dem Gymnasium studieren, sondern sich erst einmal über die Möglichkeiten informieren. Daher kommt die Veranstaltung direkt unseren Schülerinnen und Schülern zugute.“

Das Konzept mit den Arbeitsproben sei schon etwas Besonderes, betonte die Bürgermeisterin der Stadt Georgsmarienhütte, Dagmar Bahlo: „Auf diese Weise können sich die Schülerinnen und Schüler ein realistisches Bild von den Angeboten vor Ort machen. Deutlich wird, dass eine Ausbildung oder ein Duales Studium mit Praxisanteil für viele eine Alternative zum Studium sein kann, denn auch mit einer Ausbildung sind die Aufstiegschancen enorm. Wenn man in eine Ausbildung geht, ist man gut aufgestellt.“

Damit die Schülerinnen und Schüler auch aufmerksam auf die Ausbildungsangebote werden, ist nach den Worten von Annika Schütte von der Servicestelle Schule-Wirtschaft der MaßArbeit eine attraktive Standpräsentation der Unternehmen mit Arbeitsproben zum Anfassen ausschlaggebend: „Das ist das A und O, um angehende Fachkräfte an den Stand und in eine Ausbildung zu locken. Ich freue mich, dass immer mehr Unternehmen im Südkreis diese Gelegenheit nutzen.“

Am Vorabend fanden nicht nur die Speed-Meetings zwischen den Unternehmen und den Jugendlichen statt, sondern auch die Eltern kamen mit den Betrieben ins Gespräch: „Eltern sind immer noch die wichtigsten Beratungspersonen, wenn es um die Berufswahl ihrer Kinder geht“, so Annika Schütte. In Oesede vertreten waren alle Branchen, von der Kreativbranche über Soziales und Gesundheit bis zum Handwerk und zur Industrie, die sich den angehenden Fachkräften präsentierten.

Während die einen noch unschlüssig sind, in welche Richtung ihre berufliche Laufbahn gehen soll, steht bei anderen schon weitgehend fest, was sie später werden wollen.

  • So interessiert sich die 14-jährige Paula sehr für eine Ausbildung zur Tischlerin: „Ich habe schon früher mit meinem Vater gerne etwas aus Holz gebaut. Das macht mir Spaß.“
  • Diana hingegen testete ihr Fingerspitzengefühl aus, das sie für eine Tätigkeit als zahnmedizinische Fachangestellte benötigt. Am Stand konnte sie unter Anleitung selbst eine Wunde nähen.
  • Auch Jona interessiert sich für eine Ausbildung im medizinisch-pflegerischen Bereich. Sie erlebte am eigenen Leib, wie es ist, als Patient mit einem Lifter in den Rollstuhl bewegt zu werden oder von einer Pflegekraft Essen angereicht zu bekommen.
  • Der Gymnasiast Fabian hat sich hingegen bereits für eine Zukunft im Bereich IT entschieden und fand auf der Veranstaltung das Angebot, in einem Unternehmen ein Duales Studium Wirtschaftsinformatik zu absolvieren.

„Mit 100 Ausbildungsberufen und Dualen Studiengängen hatten die Schülerinnen und Schüler wirklich die Qual der Wahl. Ich hoffe, wir konnten wertvolle Impulse geben“, sagte Annika Schütte.

Dateien

Kontakt

Bürgerinformation

- Wir helfen gerne weiter -

Am Schölerberg 1
49082 Osnabrück
Deutschland

Montag bis Freitag
8 bis 13 Uhr
Donnerstag
8 bis 17:30 Uhr